Frauen für Freiheit ohne Wenn und Aber

Die Grundrechte von Frauen sind die Voraussetzung für eine freie Gesellschaft.

Sich für Freiheit einzusetzen schien lange eine Selbstverständlichkeit zu sein, so wie Freiheit in den letzten Jahrzehnten als selbstverständlich galt.

Doch die Selbstverständlichkeit eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit für Frauen wird immer wieder angefochten. Hier liegt der Fokus auf den Gefahren für die Gesellschaft, wenn Gewalt gegen Frauen marginalisiert oder entschuldigt wird. Wir benennen und wenden uns gegen kulturelle, religiöse und politische Faktoren, die zur Einschränkung der Freiheit und der Rechte von Frauen führen.

Wir fordern nicht nur die uns zustehenden Grundrechte, sondern auch den Erhalt der Freiheit in allen Entscheidungen, die das Leben und die Liebe betreffen. Denn die Freiheit von Frauen ist der Lackmustest für die Freiheit der Gesellschaft. Wenn die Freiheit von Frauen in Frage gestellt wird, wird letztendlich auch die der gesamten Gesellschaft verloren gehen.


Islamismus: Eine Gewaltform gegen Frauen?

Online-Diskussion am

Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

25. November 2020

Mina Ahadi, geb. 1956, gründete das Internationale Komitee gegen Steinigung, ein Netzwerk aus 200 Organisationen, und das Komitee gegen Todesstrafe. Als Koordinatorin und Sprecherin beider Komitees arbeitete sie weltweit mit Frauen- und Menschenrechtsorganisationen zusammen und rettete dadurch vielen zum Tode verurteilten Menschen das Leben. 2007 entwickelte sie mit weiteren Ex-Muslimen das Konzept „Wir haben abgeschworen!“, auch Titel ihrer Biografie. Seitdem steht sie immer wieder unter Polizeischutz.

Naïla Chikhi, geb. 1980, wurde während des algerischen Bürgerkriegs mit 15 Jahren gezwungen, zunächst alleine das Land zu verlassen. Nach ihrem Studium der Angewandten Sprach- und Kulturwissenschaft in Deutschland leitete sie BAMF-Integrationskurse. Später war sie Referentin für Flucht und Frauenrechte bei TERRE DES FEMMES und dann Workshopleiterin bei MIND, die Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention. Heute arbeitet sie als unabhängige Referentin und Beraterin zu den Themen Integration und Frauenpolitik.

Fatma Keser hat Komparatistik und Philosophie an der Frankfurter Goethe Universität studiert. Sie war Feminismusreferentin des AStA Frankfurt und ist Gründungsmitglied der Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung. Sie lebt und arbeitet in Offenbach am Main.

Rebecca Schönenbach ist Vorsitzende von Frauen für Freiheit e.V. Der Verein setzt sich für die Sicherheit aller Frauen ein, denn die Freiheit und Sicherheit von Frauen ist Grundvoraussetzung für eine freie Gesellschaft. Schönenbach ist Diplom-Volkswirtin, zertifiziert in Schariafragen bezüglich Islamic Finance und Spezialistin für islamischen Extremismus. Sie sieht die Bekämpfung politischer Formen der Gewalt gegen Frauen als essentiell für die Prävention von Radikalisierung.

Moderation:

Miriam Mettler lebt und arbeitet freiberuflich in Berlin als Diplom-Psychologin. Sie setzt sich in Vorträgen und Artikeln u.a. mit der Genese der autoritären Persönlichkeit im Islam und den sozialpsychologischen Voraussetzungen einer Kultur der Ehre und Schande auseinander.