Frauen für Freiheit ohne Wenn und Aber

Die Grundrechte von Frauen sind die Voraussetzung für eine freie Gesellschaft.

Sich für Freiheit einzusetzen schien lange eine Selbstverständlichkeit zu sein, so wie Freiheit in den letzten Jahrzehnten als selbstverständlich galt.

Doch die öffentlichen Reaktionen nach den massiven Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16 in ganz Europa zeigen, dass Grundrechte für Frauen keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Ratschläge wie der berüchtigte "eine Armlänge Abstand"-Rat der Kölner Oberbürgermeisterin, Journalistinnen, die den Opfern fremdenfeindliche Motive unterstellten und nicht zuletzt das Versagen von Polizei und Justiz ohne nennenswerte Konsequenzen verdeutlichen, wie hoch die Bereitschaft ist, die Selbstverständlichkeit eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit für Frauen aufzugeben. Hier soll der Fokus nicht auf die Täter gelegt werden, sondern auf eine Gesellschaft, die deren Taten marginalisiert, entschuldigt, weitestgehend straffrei bleiben lässt und manchmal sogar den Opfern die Schuld gibt. Eine neue Realität, in der sich Frauen in der Öffentlichkeit einzuschränken haben und selbst für ihre Sicherheit verantwortlich gemacht werden. Damit wird Terror gegenüber Frauen nicht nur toleriert, sondern zur gesellschaftlichen Norm.

Wir fordern nicht nur die uns zustehenden Grundrechte, sondern auch den Erhalt der Freiheit in allen Entscheidungen, die das Leben und die Liebe betreffen. Denn die Freiheit von Frauen ist der Lackmustest für die Freiheit der Gesellschaft. Frauen, die vor Lebensfreude sprühen, wenden sich gegen eine Kultur, die bereit ist, die Freiheit und Rechte von Frauen, und damit letztendlich auch die der gesamten Gesellschaft, zu opfern.

Freiheit ohne Wenn und Aber!


"Wo bleibt die zivile Opposition?"

Veranstaltung mit Zana Ramadani und Antje Sievers am 8. 9. 2017

Ein Ausschnitt aus der Debatte, der auch zu der derzeit unsäglichen Sexismusdebatte passt. Statt #metoo fordern wir Menschenrechte auch für muslimische Mädchen und Frauen!